Cold Case – Das verschwundene Mädchen

Cold Case – Das verschwundene Mädchen

In den frühen Morgenstunden werden Frauen in ihren Wohnungen getötet. Es gibt keinerlei Hinweise auf den Mörder. Als an einem Tatort zum ersten Mal Spuren auftauchen, die auf den jahrzehntealten ungelösten Vermisstenfall der 19-jährigen Annika hinweisen, übernimmt Tess Hjalmarsson, Expertin für ungelöste Fälle (Cold Cases), die Ermittlungen. Die preisgekrönte Kriminalreporterin Tina Frennstedt mischt in ihrem Thriller Fiktion mit wahren Kriminalfällen und wurde dafür mit dem Crimetime Award 2019 für das beste Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Die schwedische Autorin beschreibt das Gewaltverbrechen in Rückblenden aus mehreren Perspektiven – aus Sicht der Angehörigen, des zu Unrecht Verdächtigen, des Mörders und des Opfers. „Das Buch ist eine Art Therapie für mich gewesen“, erklärt die Schwedin, denn die Verbrechen, über die sie als Kriminalreporterin geschrieben hat, und die Qual der Angehörigen ungelöster Mordfälle haben sie nicht unberührt gelassen. Protagonistin Hjalmarsson schlägt sich – wie die meisten ihrer skandinavischen Krimikollegen – mit privaten Problemen herum. Doch im Gegensatz zu ihnen ist sie lesbisch, denn Frennstedt, die selber homosexuell ist, fand es an der Zeit, dass auch lesbische Kommissare in der schwedischen Krimiszene auftauchen. „Das verschwundene Mädchen“ ist der erste Band dieser Cold-Case-Reihe mit Kommissarin Hjalmarsson. Im Januar nächsten Jahres erscheint der zweite Band auf Deutsch (Cold Case – Das gezeichnete Opfer.) (sf)

Tina Frennstedt: Cold Case  – Das verschwundene Mädchen

(Cold Case. Försvunnen). Aus dem Schwedischen von Hanna Granz.

Bastei Lübbe, 444 S.,14,90 €

By |2020-06-23T15:37:43+00:00Juni 23rd, 2020|Buchrezensionen|0 Comments

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