Die letzten ihrer Art

Die letzten ihrer Art

Nach ihren erfolgreichen Büchern über die Geschichte der Bienen und des Wassers geht es der Bestseller-Autorin Maja Lunde jetzt um Pferde. Aber nicht um irgendwelche, sondern um die letzten Wildpferde, die sogenannten Przewalski-Pferde. In ihrem Buch „Die letzten Art ihrer Art“ beschreibt sie ihr Beinahe-Aussterben, ihre Rettung und Auswilderung. Dazu erzählt die Norwegerin das Leben von drei Menschen, die einen besonderen Bezug zu dieser Tierart haben und in unterschiedlichen Zeiten leben. Der Zoologe Michail aus Sankt Petersburg startet 1883 in der Mongolei die Jagd auf die Przewalski-Pferde, um sie für europäische Zoos zu fangen. Die Pferdetierärztin Karin züchtet diese seltenen Exemplare in den 1990er Jahren wieder neu und Eva kümmert sich in Norwegen im Jahr 2064 mit Hingabe um zwei dieser Pferde, die vom Erlebnis-Bauernhof ihrer Eltern übriggeblieben sind. Lunde möchte als Mutter dreier Söhne in ihrem Buch zum einen die nicht immer leichte Beziehung zwischen Eltern und Kinder darstellen, zum anderen die Klima-Botschaft vermitteln: „Alles, was wir tun, ist von Bedeutung. Jeder kleine Schritt von jedem.“ Die 45-jährige, die auch als Drehbuchautorin arbeitet, ist stolz, mit ihren in vielen Sprachen übersetzten Büchern eine Stimme in der Klimadebatte zu haben. In ihrem vierten und letzten Buch über das Klima will sich Lunde demnächst den Pflanzen und Samen am Nordpol im Jahr 2110 widmen. (sf)

Maja Lunde: Die letzten ihrer Art (Przewalskis hest). Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein. btb Verlag, 640 S., 22 €.

By |2020-05-12T11:50:21+00:00Mai 12th, 2020|Buchrezensionen|0 Comments

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